Äpfel - optimal für Zwischendurch

Aepfel

Der Apfel - optimal für Zwischendurch
Ob bereits Eva um die wertvollen Nährstoffe im Apfel wusste und deshalb Adam mit diesem verführte, ist nicht erwiesen. Klar ist jedoch, dass der Biss in die knackige Frucht nach wie vor paradiesisch auf die Gesundheit des Menschen wirkt.

Ein englisches Sprichwort sagt zurecht: "An apple a day keeps the doctor away!". Schließlich steckt im Apfel nicht nur viel Vitamin C, welches - besonders jetzt, wenn der Herbst naht - die Abwehrkräfte des Körpers stärkt. Auch Mineralstoffe, Spurenelemente, Enzyme und bioaktive Stoffe sind in Hülle und Fülle vorhanden. Kalzium etwa ist wichtig für die Knochenstruktur, Eisen hat blutbildende Wirkung und Phosphor ist maßgeblich an der Energiegewinnung und Energiebereitstellung beteiligt. Apropos Hülle: Äpfel sollten mit der Schale gegessen werden, da die meisten Vitamine dort gespeichert werden.
Fest, knackig und erfrischend saftig - so soll er sein, der gesunde Fitmacher.

Der Apfel hat jedoch noch mehr zu bieten. Mit seinem niedrigen Kaloriengehalt ist er ein idealer Sattmacher. Zu verdanken hat er dies seinem hohen Pektingehalt. Pektin quillt im Darm auf, neutralisiert Giftstoffe, und unterstützt als Ballaststoff den Verdauungsvorgang. Außerdem hilft es bei Durchfall, Darmleiden, Verdauungsbeschwerden und bei zu hohem Cholesterinspiegel.

Der Apfel - uralt und dennoch jung

Dieser König unter den Gesundmachern rangiert im Früchteparadies ganz oben: Er ist nicht nur nahrhaft und fördert die Verdauung, sondern kann auch auf eine lange Erfolgsstory zurückblicken

Die unzähligen Mythen, Sagen und Legenden, die sich um dieses knackige Obst ranken, unterstreichen die beachtliche Bedeutung, die es in der Geschichte einnahm. So mussten Adam und Eva wegen eines Apfels das Paradies verlassen, Herkules stahl drei goldene Äpfel und Schneewittchen hat sich an ihm verschluckt.

Seine Urheimat liegt in Westasien und dem Kaukasus, von wo aus er während der Völkerwanderung nach Griechenland gebracht wurde. Von den Griechen lernten die Römer das Wissen um die Veredelung der Apfelbäume, welches sie dann auch den Mitteleuropäern hinterließen.

Im 17. Jahrhundert gab es nur 60 verschiedene Apfelsorten. Doch ihre Anzahl stieg mit zunehmendem Wettbewerb, sodass es im 19. Jahrhundert bereits mehr als 4.000 verschiedene Sorten gewesen sein sollen, die in Geschmack, Schalen- und Fruchtfleischfarbe variierten. Es wird angenommen, dass ihre Zahl heute bereits bei über 20.000 liegt.

Mehr Infos über Äpfel

Apfelernte

Geerntet werden Äpfel etwa Juli bis Oktober.
Apfelblätter und Apfelblüten sammelt man von April bis August.

Äpfel einlagern

Ende September
werden mittelgroße, unbeschädigte, nicht vollreife Äpfel vorsichtig vom Baum gepflückt und über den Winter in einen geeigneten Einlagerungsraum auf Apfelsteigen nebeneinander aufgelegt. Die Steigen sollten die Belüftung der Äpfel von allen Seiten gewährleisten. Temperatur des Lagerraumes ist konstant zu halten. Maximal 10°C, besser wäre eine gleichmäßige Temperatur zwischen 4-8°C. Das Lagerobst wird regelmäßig kontrolliert und Äpfel mit braunen Stellen werden herausgenommen. Zugluft im Einlagerungsraum ist zu vermeiden.

Apfelessig

Apfelessig
ist auch ein gutes Mittel gegen Schluckauf: Geben Sie einige Tropfen auf ein Zuckerstück und lassen Sie dieses langsam im Mund zergehen.
Ein Hausmittel gegen starken Reizhusten wird folgendermaßen zubereitet. Man vermengt Honig und Apfelessig zu gleichen Teilen. Im Akutfall ein klein wenig davon langsam im Mund zergehen lassen.

Apfelschalentee

Ein gutes Mittel gegen Schlaflosigkeit ist Apfelschalentee. Rezept Einige (unbehandelte) Äpfel schälen und die Schalen trocknen lassen. Die getrockneten Schalen in Wasser aufkochen und nach Bedarf süßen. Vor dem Schlafengehen ein bis zwei Tassen von dem Tee trinken.

Diverse Tipps

Ein roher, geriebener Apfel (sofort essen, bevor er braun wird) hilft bei Durchfall.

Einen Apfel zu essen, wenn man durch Flimmern vor den Augen nahende Migräne spürt, kann diese noch aufhalten.

Auch Kopfschmerzen nach Alkoholgenuß (Kater) lassen sich vermeiden, wenn man vor dem Schlafengehen einen rohen Apfel ißt.

Bei Halsschmerzen einige warme Bratäpfel essen.

Apfelsaft mit dem Saft von roten Rüben ( Rote Rüben) gemischt, schmeckt gut und schützt in der Übergangszeit vor Erkältungen Anwendung: Täglich ein Glas davon trinken.

Ein gutes Mittel gegen Husten wird folgendermaßen zubereitet. Saure Äpfel werden gepreßt und der so entstandene Saft wird mit Zucker und Fenchel gekocht. Dieser Apfelmost wird langsam - am besten regelmäßig - getrunken.