Birne

Birnen

Die Birne - eine Frucht mit vielen Gesichtern

Diese aus Asien stammende Obstsorte zählt heute zu den ältesten Kulturpflanzen der Menschheitsgeschichte. Ursprünglich kommt sie aus Asien: Bereits 1.000 vor Christi erwähnte Homer die Birne als eine Göttergabe.

Birnen werden heute weltweit angebaut, wobei Italien, Spanien, Österreich, Chile und Frankreich zu den Hauptanbauländern zählen. Die ca. 1.500 verschiedenen Sorten, die es rund um den Globus gibt, unterscheiden sich in Form, Farbe, Schale, Geschmack und Saftgehalt des Fleisches.

Das weiße bis gelbe Fruchtfleisch ist von einer dünnen Schale umgeben, deren Farbe je nach Sorte von grün über gelb bis rot variiert. Das Fruchtfleisch weist eine knackige bis saftig-weiche Konsistenz auf.

Abate Fetel -
eine flaschenförmige Frucht mit grüner bis gelber Schale mit meist braunen, rauen Flecken. Das Fruchtfleisch ist zartschmelzend, saftig und mild aromatisch.

Bosc oder Alexander
Diese hellgrüne, zimtfarben gefleckte, längliche Birnensorte weist ein gelblich-weißes Fruchtfleisch auf, welches besonders saftig, süß und aromatisch ist.

Santa Maria
Birnensorte mit gleichförmiger Flaschenform, glatter, grünlich-gelber Schale mit sonnenseitig hellroter Färbung. Das feste und saftige, cremefarbene Fruchtfleisch weist einen angenehm süß-säuerlichen Geschmack auf.

Die Birne - Frucht mit langer Tradition

Birnen werden heute fast überall auf der Welt angebaut. Der Ursprung dieses alten, weit verbreiteten Kernobstes liegt jedoch im heutigen Asien, wo es bereits in der Eiszeit zahlreiche Wildbirnenarten gab.

Im Zuge von Völkerwanderungen wurde die Birne von ihrem asiatischen Zentrum aus in den Balkan und nach Mittel- und Westeuropa gebracht. Funde von Fruchtresten in jungsteinzeitlichen Pfahlbausiedlungen geben Aufschluss über die lange historische Existenz dieser Frucht.

Systematisch gezüchtet wurde die Birne allerdings erst 1.000 vor Christi in Griechenland. Der Peleponnes erhielt sogar den Beinamen Apia, das Birnenland.

Eine besondere Steigerung erfuhr die Birnenkultur durch die Römer, die beachtliche Fortschritte in der Anbautechnik vorweisen konnten. Überlieferte Zeugnisse besagen, dass es im 4. Jahrhundert nach Christi bereits 56 verschiedene Birnensorten gab, die sich durch Kreuzungen aus Wildbirnen ergeben hatten.

Dank der Eroberungsfeldzüge der Römer gelangten einige Birnensorten nach Europa, wo sie schon bald, vor allem im heutigen Deutschland, Spanien und Frankreich, angepflanzt wurden.

Im 18. und 19. Jahrhundert wurde die Züchtung von neuen Sorten zu einer ganz besonderen Leidenschaft der Mönche und der Wissenschaftler. Dieser Tatsache ist es zu verdanken, dass es heute rund 1.500 Birnensorten gibt, die sich in Geschmack, Aussehen, Beschaffenheit des Fleisches und Saftgehalt unterscheiden.

Übrigens: Der Birnbaum zählt zu den Methusalems unter den Obstbäumen, denn er kann bis zu 200 Jahre alt werden