Der Kaffee schwarze Perle unter den Getränken

Kaffeebohnen

Kaffee

Afrika gilt nicht nur als Wiege der Menschheit, sondern ist auch die Urheimat des Kaffees. Die anregende, stimulierende Wirkung der kirschenähnlichen Früchte des Kaffeebaumes war äthiopischen Nomaden bereits vor Jahrtausenden bekannt. Auf den langen Wanderungen durften diese Muntermacher, die ausschließlich gekaut wurden, nicht fehlen.

Um 1000 nach Christus wurde aus dem Sud der grünen Samen – also aus den eigentlichen Kaffeebohnen – erstmals ein Getränk bereitet. Aufgrund seiner anregenden Wirkung wurde es als „qahwa“ – Wein des Islams – bezeichnet.

Bald darauf wurden Kaffeebohnen erstmals geröstet. Findige Händler hatten erkannt, dass sich die Fülle der Aromastoffe durch Erhitzen der Bohne entwickeln konnte. Von nun an trat der Kaffee seinen Siegeszug durch die islamische Welt an. Doch Europa musste noch lange auf das schwarze, Körper und Geist belebende, Elixier warten. Denn die Araber verteidigten über Jahrhunderte ihre Monopolstellung im Kaffeehandel. Die Ausfuhr der Bohnen wurde strengstens verboten, der Kaffeeanbau zum Staatsgeheimnis erklärt.

Erst zu Beginn des 17. Jahrhunderts lernten die Europäer dieses Getränk kennen. Entscheidend für seinen Durchbruch war nicht zuletzt die Belagerung Wiens durch die Türken. Der Kaffee eroberte Europa im Sturm. In Wien, Paris und London öffneten Kaffeehäuser ihre Pforten, die schon bald zu Treffpunkten von Politikern, Künstlern und Intellektuellen wurden.

Heute gilt Kaffee weltweit als eines der beliebtesten Getränke. Sein guter Geschmack hat die Kreativität aller Nationen angeregt. Und fast jedes Land hat seine eigenen Kompositionen entwickelt, wie z. B.: Irish Coffee, Wiener Melange und italienischer Cappuccino.