Einfrieren

Einfrieren

Warum Tiefkühlen die beste und praktischste Frischhalte-Methode ist und worauf es dabei ankommt, erfahren Sie hier.

Die Erfindung des Tiefkühlens ist ein Meilenstein in der Geschichte. Im Laufe der Zeit erdachte der Mensch die unterschiedlichsten Methoden, Lebensmittel länger haltbar zu machen. Allerdings veränderten Trocknen, Räuchern oder Säuern den Charakter der behandelten Lebensmittel. Die Tiefkühlung jedoch bewahrt ihre Eigenschaften.

Großes Plus: hoher Vitamin- und Nährstoffgehalt
Egal ob Obst und Gemüse, Fleisch oder Fisch - Einfrieren ist eine schonende Art der Konservierung. Großer Vorteil gegenüber erntefrischen Produkten: Werden die Nahrungsmittel frisch eingefroren, wird der Vitamin- und Nährstoffgehalt kaum beeinträchtigt, da der Abbau dieser wertvollen Stoffe gestoppt wird. Bei Frischware, die nicht dafür vorgesehen ist, eingefroren zu werden, ist dieser vor allem davon abhängig, wie viel Zeit zwischen Ernte und Verbrauch vergangen ist. Durch eventuell tagelangen Transport und Lagerung können die Nahrungsmittel einen erheblichen Vitaminverlust einbüßen.

Das Schockfrosten
Das Tiefkühlen muss vor allem schnell gehen. Denn am schonendsten für Vitamine und Nährstoffe ist das Schockfrosten. Das in den Lebensmitteln enthaltene Wasser würde beim langsamen Einfrieren große Eiskristalle bilden, welche die Zellwände verletzen. Bei -30° C bleiben diese unversehrt, da die Eiskristalle klein bleiben. Im Anschluss muss das Tiefgekühlte auf einer Temperatur von -18° C oder darunter gehalten werden.

Der Transport
Die einwandfreie Qualität des Tiefkühlgutes kann nur garantiert werden, wenn auch die Kühlkette zwischen dem Transport vom Supermarkt bis nach Hause bewahrt bleibt. Deshalb tiefgefrorene Lebensmittel immer erst am Schluss des Einkaufs in den Einkaufswagen geben. Anschließend die Produkte in einer Isoliertasche transportieren.

Neuerliches Einfrieren?
Lebensmittel, die aufgetaut wieder eingefroren werden, sind grundsätzlich nicht verdorben. Sie haben allerdings an Qualität eingebüßt. Entsprechende Packungen erkennt man an der Vereisung, bzw. der "Schneebildung" an der Oberfläche.

Lagerungsdauer
Fleisch: je nach Fettgehalt zwischen 3 und 12 Monaten (fette Stücke: kürzere Lagerungsdauer)
Fisch: 2-4 Monate
Gemüse: 6-12 Monate
Obst: 8-12 Monate
Backwaren: 2-3 Monate

Das Auftauen
Fleisch sollte immer im Kühlschrank aufgetaut werden, da seine Oberfläche ein idealer Nährboden für Mikroorganismen ist. Besonders heikel ist Geflügel: Der Auftausaft sollte sofort weggegossen werden und darf wegen der Salmonellengefahr nicht mit anderen Lebensmitteln in Berührung kommen.