Heidelbeeren

Heidelbeeren

Wer hätte das gedacht: Die kleine Beere besticht nicht nur durch ihren erfrischend-wohlschmeckenden Geschmack, sondern gilt auch als wertvolle Naturarznei.

Hildegard von Bingen war die Erste, die im Mittelalter die gesundheitsfördernde Wirkung in ihren natur- und heilkundlichen Schriften beschrieb. Sie hob die Heilkraft der Heidelbeere im Besonderen gegen Husten und Schwindsucht (Tuberkulose) hervor. Ebenso empfahl sie gedörrte Heidelbeeren gegen die Ruhr.

Die erstaunliche Wirkung der Heidelbeere auf das Sehvermögen wurde durch einen Zufall entdeckt. Während des zweiten Weltkrieges stellten britische Militärpiloten fest, dass sie nach dem Genuss von reichlich Heidelbeermarmelade in der Nacht besser sehen konnten. In den 60er Jahren entdeckten Wissenschaftler den in der Beere enthaltenen Wirkstoff Anthocyan - auch Myrtillin genannt. Dieser ist für die blaue Farbe in der Heidelbeere verantwortlich. Wissenschaftliche Tests ergaben, dass Anthocyan die Sehkraft stärken. Wer regelmäßig diesen Wirkstoff zu sich nimmt, kann bei Dämmerung und Dunkelheit besser sehen und die Augen ermüden langsamer. Deshalb ist die Heidelbeere gut für Menschen, die unter Nachtblindheit und Lichtempfindlichkeit leiden.

Doch das ist nicht alles, was die Heidelbeere kann. Anthocyan gilt auch als natürliches Antibiotikum. Es bekämpft hartnäckig Bakterien und Keime.
Heidelbeeren enthalten außerdem, neben einem hohen Anteil an Vitamin C, Gerbstoffe wie etwa Tannine. Diese sind gegen Durchfall wirksam, haben eine abtötende Wirkung auf Bakterien und helfen bei Entzündungen der Schleimhäute. Der stark färbende Saft der Frucht wird auch gerne bei Zahnfleischentzündungen empfohlen.

Grund genug jetzt etwas für seine Gesundheit zu tun. Wie wäre es mit einem sommerlich-leichtem Heidelbeerkuchen oder einem erfrischenden Heidelbeer-Joghurt? Oder genießen Sie die wohlschmeckenden kleinen Energiekugeln einfach natur.