Kirschen

Die Kirsche

Aromatisch, knackig, und saftig - die mundgerechten Früchte, die die sehnlichst erwartete Frühsommersonne jetzt rot färben, haben wieder Saison!
Schon allein der blühende Kirschbaum im Frühjahr ist eine Augenweide für sich. Schlussendlich gilt die Kirschblüte alljährlich als Symbol des Frühlingserwachens.
Ausgerechnet ein kriegerischer Feldherr brachte die Kirsche als Siegestrophäe aus ihrer Heimat Kleinasien nach Rom: der berühmte Lucullus.
Bald wurde der Kirschbaum in alle römischen Provinzen eingeführt. Gegen Ende des Mittelalters entdeckten auch die Franzosen ihre Leidenschaft für die saftigen Früchte. Das Ergebnis waren zahlreiche Züchtungen, denen es zu verdanken ist, dass es heute Hunderte verschiedene Sorten gibt.
Die kultivierten Sorten werden unterteilt in folgende Gruppen:

Süßkirschen:
Diese sind die am häufigsten angebaute Sorte. Ihre Farbe reicht von gelb, rot bis fast schwarz. Besonders weit verbreitet sind die weichfleischigen Herzkirschen.
Sauerkirschen:
gibt es in schwarzen und braunen Sorten. Zu dieser Gruppe zählen auch die Weichseln. Sauerkirschen eignen sich besonders gut für die Zubereitung von Kompott, als Kuchenbelag oder für die Entsaftung.
Stellt sich nun noch die Frage, wie man dem berühmt-berüchtigten Wurm in der Kirsche entgehen kann. Wenn Sie die Kirschen in lauwarmes Wasser legen, kriechen die Würmer bald heraus und müssen rasch "schwimmen lernen".
Um auf Nummer Sicher zu gehen, sollten Sie auf die Herkunft der Kirschen achten. Wenn die Kirschen aus Apulien stammen, sind sie garantiert wurmfrei. Der Grund dafür ist das Klima. Die Temperaturunterschiede zwischen den heißen Tagen und den kühlen Nächten überlebt kein Wurm.

Kirschen - die gesunden Vitaminpillen

Die süß-knackigen Früchte schmecken ja so saftig und gut. Und mit den Kernen können Wettbewerbe im "Kirschkern-Weitspucken" veranstaltet werden! Die kleinen Früchten haben aber noch mehr zu bieten und zwar viele wertvolle Inhaltsstoffe.
Die Pflanzensäuren und der Fruchtzucker der Kirsche kurbeln den Stoffwechsel so richtig an und der hohe Gehalt an Kalium wirkt entwässernd. Vitamin C, Kalzium, Magnesium, Eisen und Phosphor machen die Kirsche zu einem idealen Obst für Kinder - sind diese Substanzen doch am Aufbau von Knochen und Zähnen beteiligt.
Doch Vorsicht vor allem bei Kindern: Nach dem Verzehr von Kirschen sollte möglichst kein Wasser getrunken werden. Denn es könnten sich bald heftige Bauchschmerzen bemerkbar machen. Verantwortlich dafür ist das Pektin in der Frucht. Es bindet die Flüssigkeit, quillt auf und bereitet so die Beschwerden.
Und noch ein Tipp zum Thema Gesundheit: Die Kirschkerne eignen sich nicht nur zu Wettbewerben im Weitspucken. Gereinigt und getrocknet können sie in Leinenstoff eingenäht werden. Ein Kirschkernkissen ist eine ideale Wärmeflasche, wenn es im Backofen erwärmt wird.
Beim Kauf sollte darauf geachtet werden, dass die Früchte prall und fest sind. Im Kühlschrank sind Kirschen etwa 2 Tage haltbar. Zum Einfrieren die Kirschen auf ein Tablett legen und anfrieren. Leicht angefroren in einen Beutel geben und einfrieren.