Kräuter

Kräuter - die grüne Kraft
Teil I
Wussten Sie, dass sich die Geschichte unserer einheimischen Kräuter bis in die Jungsteinzeit zurückverfolgen lässt?
Egal ob für kulinarische, medizinische oder mystisch– religiöse Zwecke - Lorbeer, Majoran, Safran & Co. wurden gesammelt, kultiviert und das Wissen um Verwendbarkeit und Wirkung von Generation zu Generation weitergegeben.
Bis vor kurzem beschränkte sich das Interesse in Österreich auf nur wenige Kräuter. Doch das neu erwachte Naturbewusstsein und der Trend sich naturbelassen zu ernähren, rückt viele, fast vergessene Würz- und Heilmittel wieder in unser Bewusstsein.
Im Fachhandel finden Sie eine große Auswahl an frischen, aromatischen Kräutern. Natürlich bietet man Hobbygärtnern auch ein breit gefächertes Sortiment an Saatgut an.
Erfahren Sie mehr über Kräuter als Heil-, Würz- und Lebensmittel:

Schnittlauch:
zählt wie Zwiebel und Knoblauch zur Familie der Liliengewächse. Schnittlauch ist reich an Vitamin A und C und soll verdauungsfördernd und innerlich desinfizierend wirken.

Küchentipp: erst gegen Ende der Kochzeit zufügen, da ansonsten viele seiner Aromastoffe verloren gehen.
Gärtnertipp: Schnittlauch ist mehrjährig; ist auch für Topf und Balkon geeignet.


Petersilie:
Dieses intensiv schmeckende, beliebte Küchenkraut ist reich an Vitaminen und Mineralien. Ihre Wirkstoffe regen vor allem den Stoffwechsel an und sollen die Leber reinigen.

Küchentipp: Frittierte Petersilienblätter passen besonders gut zu gegrilltem Fleisch.
Gärtnertipp: Petersilie kann man laufend ernten, jedoch nie alle Blätter pflücken, da sie ansonsten nicht mehr weiterwächst.
Rosmarin:
In Italien ist dieses herbwürzige Kraut mit den nadelähnlichen Blättern aus Geflügel- und Lammgerichten nicht mehr wegzudenken. Besonders wenn diese in Verbindung mit Olivenöl, Knoblauch und Wein zubereitet werden, entfaltet der Rosmarin sein besonderes Aroma. In der Naturheilkunde wird er besonders wegen seines appetitanregenden und verdauungsfördernden Charakters geschätzt.

Tipp: Rosmarinzweige sind eine schöne Dekoration für Salate und Fleischgerichte.
Gärtnertipp: Im Sommer an einen sonnigen, geschützten Standort stellen und im Winter in einem frostfreien, hellen Raum aufbewahren.

Kräuter - die grüne Kraft
Teil II
Mit ihren herrlichen Aromen und ihrer Vielseitigkeit haben Kräuter schon viele Köche zu phantasiereichen Speisenkreationen beflügelt.
Je nach Kräuterart und Menge sorgen sie nämlich für ganz besondere Gaumenfreuden. Das Aromengeschenk aus der Natur wird deshalb nicht ohne Grund als „Seele der Kochkunst“ bezeichnet. Außerdem besitzen Kräuter neben Vitaminen und Mineralstoffen auch wertvolle sekundäre Pflanzeninhaltsstoffe, die positive Wirkung auf den Organismus haben:
Thymian:
wirkt besonders bei Halsentzündungen desinfizierend und antibakteriell. Ebenso macht er schwere und fette Speisen leichter verdaulich und passt daher gut zu Lamm, Ente und Gans. In der Provence wächst dieses Kraut in Hülle und Fülle, weswegen es vielen französischen Gerichten sein typisches Aroma verleiht.
Tipp: mit Thymianzweigen Öl und Essig aromatisieren.
Gärtnertipp: Thymian liebt lockere, kalkhaltige Böden in sonniger, windgeschützter Lage.
Basilikum:
ist die unentbehrliche Zutat im „pesto genovese“, welcher aus feingehacktem Knoblauch, Parmesan, Pinienkernen und Olivenöl zubereitet wird. Vor allem aber passt er hervorragend zu Paradeisern und Mozzarella. Basilikum enthält viele ätherische Öle, die magen- und nervenstärkend wirken sollen.
Tipp: Basilikum eignet sich auch zum Tieffrieren. Italienische Köche legen ihn in Olivenöl ein.
Gärtnertipp: Basilikum braucht zum Keimen viel Wärme. Er liebt lockere, humose, wasserdurchlässige Böden in vollsonniger, geschützter Lage.
Oregano:
Sein Name kommt aus dem Griechischen und bedeutet „Bergfreude“. Tatsächlich ist die Wildform vor allem in den Bergen Griechenlands zu finden. Beheimatet ist der Oregano ursprünglich in den Mittelmeerländern, wo er mit seinem herben Aroma jede Pizza und jedes typisch griechische Lammgericht adelt. Seine ätherischen Öle können nervenstärkend wirken.
Tipp: In der Spaghettisauce ebenso wie in der Erdäpfelsuppe darf Oregano nicht fehlen.