Marillen

Marillen

Die Marille
Fleischig, weich und gut duftend - die Marille geizt nicht mit ihren Reizen. Kein Wunder, dass sie bereits seit rund 4.000 Jahren die Menschen betört.

Wie auch ihr naher Verwandter, der Pfirsich, stammt die Marille aus China. Unter einem Marillenbaum soll der Philosoph Konfuzius meditiert und Erleuchtung erlangt haben. Sie musste jedoch einen weiten Weg bis in unsere Grade zurücklegen. Von China kam sie über Tibet und Indien zunächst zu den Arabern. Diese führten die sonnengeküsste Frucht, die sie bezeichnend "Ei der Sonne" nannten, schlussendlich in Europa ein.

In Frankreich erfuhr sie besondere Anerkennung. Im Garten von Versailles wurden Marillenbäume auf kunstvolle Weise kultiviert. Allerdings dauerte es noch einige Zeit lang bis sich dieses Sonnenkind nicht nur als Zierde, sondern auch als wohlschmeckende Frucht behaupten konnte. Im 18. Jahrhundert war ihr Siegeszug, der sich in der Produktion von Getränken, Desserts, Kompott und Likören äußerte, nicht mehr aufzuhalten.

In der Altwiener-Küche widmete man dieser Frucht, die die Farbe der Sonne in sich trägt, ganz besonderes Augenmerk. Herrlich duftende Gerichte wie Marillenknödel-, kompott- und kuchen gehören auch heute noch zum Um und Auf unserer Mehlspeisküche.

Zum Abschluss ein kleiner Tipp: Wenn der Appetit auf Süßes lockt, kann dieser mit getrockneten Marillen gestillt werden.

Carotin und die Marille

Die Marille – süßer Carotinspender
Die Marille zählt auf Grund ihres aromatischen Geschmackes zu den beliebtesten Steinobstsorten. Sie bietet jedoch nicht nur eine genussvolle Bereicherung des Speiseplanes, sondern auch wertvolle Inhaltsstoffe.

Herausragend ist vor allem ihr Gehalt an Carotin (Die leuchtende Farbe der Marillen rührt davon). Dieser ist höher als bei den meisten anderen Früchten. Carotine fördern vor allem das Sehvermögen und haben Schutzfunktion für die Haut. Eisen fördert die Blutbildung und Kieselsäure ist wichtig für Nägel und Haare.

Die Marille ist reich an Pektin, weswegen sie einen hohen Nährwert hat. Ihr Fruchtzucker ist leicht verdaulich, deshalb ist sie ideal für Sportler, Kranke und Schwangere. Weiters fördern ihre Ballaststoffe die Verdauung.

Obwohl Marillenkuchen einfach himmlisch schmeckt, sollten Marillen möglichst oft roh gegessen werden, denn dann enthalten sie möglichst viel an wertvollen Inhaltsstoffen.

Lagerung der Marillen

Marillen – Küchentipps zu Lagerung und Verarbeitung
Marillen gehören zu den kulinarischen Herrlichkeiten auf Erden. Ob flaumiger Marillenkuchen und -knödel, traumhafte Marillenmarmelade oder -kompott - diese Früchte, die die Farbe der Sonne in sich tragen, sind stets ein Hochgenuss.

Lagerung: kühl und möglichst ohne Druck in einem Papiersackerl.

Verzehr: Marillen rasch aufbrauchen. Mit dem Verzehr warten, bis sie Zimmertemperatur haben. So kann sich ihr Aroma ideal entfalten.

Entsteinen: Die Früchte lassen sich am besten entsteinen, wenn man sie entlang der Nahtstelle einschneidet und dann die beiden Hälften gegeneinander dreht.

Einfrieren der Früchte: Marillen eignen sich vorzüglich zum Einfrieren. Sie verlieren dabei kaum an Geschmack. Die Marillen halbieren, entsteinen, auf einer Platte in den Tiefkühler geben und anfrieren lassen. Danach in Gefrierbeutel tief frieren. Auf diese Weise kann verhindert werden, dass die Früchte aneinander kleben.

Enthäuten der Früchte: Marillen kurz in heißes Wasser tauchen, dann in einem Gefäß mit kaltem Wasser abschrecken, anschließend in einem Sieb abtropfen lassen. Nachdem die Marillen abgekühlt sind, kann die Haut abgezogen werden.

Holen Sie sich die Sonne ins Haus: Marillen-Kompott (eingefroren) und Marillen-Marmelade sind der ideale Wintervorrat.

Belegen eines Marillen-Kuchens: Marillen immer mit der Schnittfläche nach oben auf den Teig legen. Der Saft würde diesen ansonsten aufweichen.

Marillen - die ideale Babykost: Marillen zählen zu den ersten Früchten, die Babys gegeben werden können. Fein püriert, mit Honig vermischt, sind sie für kleine Schleckermäulchen ein Hochgenuss.

Marillen - Mal süß, Mal pikant: Marillen können vielfältig verwendet werden: Ob zu Marmelade, Marillenknödel, Kompott oder Kuchen - sie sind immer ein Hochgenuss. Haben Sie schon einmal pikante Marillenspeisen probiert? Gedünstete Marillenhälften gewürzt mit exotischen Gewürzen wie etwa Curry, Ingwer und Chili passen hervorragend zu gegrilltem Fleisch.