Melanzane

Die Melanzane
Die Urheimat der Melanzane ist Indien, von wo aus sie im 13. Jahrhundert durch Kreuzfahrer nach Europa gebracht wurde. Wegen ihres hohen Sonnen- und Wärmebedarfes wurde sie ausschließlich in Südeuropa heimisch.

Die Melanzanepflanze zählt botanisch gesehen zu den Nachtschattengewächsen, das heißt, dass sie mit Paradeisern, Paprika und Erdäpfeln verwandt ist.
Wegen ihrer eiförmigen Gestalt wird sie mitunter auch als Eierfrucht bezeichnet. Die Farbe der Schale variiert zwischen violett und fast schwarz. Das Fruchtfleisch ist weißlich-beige mit kleinen essbaren Kernen und schmeckt relativ neutral.

Durch ihren geringen Eigengeschmack ist sie besonders vielseitig verwendbar, da sie das Aroma anderer Zutaten in einem Gericht gut aufnehmen kann. Für die mediterrane Küche ist die Frucht unerlässlich. Melanzani al forno sind beispielsweise gebackene Melanzanischeiben, gewürzt mit Knoblauch und Olivenöl. Allerdings enthält die Frucht Bitterstoffe, die durch eine einfache Methode gemildert werden können: Melanzani vor der Zubereitung in Scheiben schneiden, mit Zitronensaft einreiben, leicht salzen und auf einem Küchenkrepp ca. 30 Minuten ziehen lassen.

Nach Möglichkeit sollte die Frucht nicht geschält werden, da sich in der Schale wertvolle Inhaltsstoffe wie etwa das für den Knochenaufbau unerlässliche Kalzium und das blutbildende Eisen befinden.