Olivenöl

Das Olivenöl

Olivenöl – Quelle der Gesundheit
Seit biblischen Zeiten dient der Olivenbaum den Menschen und ihrer Gesundheit.

Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass die Menschen in südlichen Breitengraden nicht nur gesünder und im Alter vitaler sind, sie leiden auch viel seltener an typischen Zivilisationskrankheiten - etwa Arteriosklerose - als ihre westlichen Zeitgenossen.

Mediziner führen dies auf den reichlichen Genuss von kaltgepresstem Olivenöl zurück. Die ungesättigten Fettsäuren und die Begleitsubstanzen des Olivenöls schützen Herz und Gefäße. Weiters wird vor allem seine leichte Verdaulichkeit geschätzt.

Statistiken besagen, dass sich der Jahres-Pro-Kopf-Verbrauch an Olivenöl in den letzten 5 Jahren auf 0,5 l verdoppelt hat. Gegenüber Mittelmeerländern, wie etwa Griechenland mit einem Verbrauch von ca. 20 l pro Person im Jahr, ist dies allerdings noch recht bescheiden.
Mit der Olive verhält es sich wie mit dem Wein. Je nach Klima, Breitengrad, Boden und Art der Frucht variiert der Geschmack etwa zwischen erdig, fruchtig, würzig oder mild. Beim Kauf sollte jedoch auf die entsprechenden Güteklassen des Öls geachtet werden:

Extra Natives Olivenöl
Das naturreine und unbehandelte, gepresste Olivenöl darf einen Säuregrad von 1 g pro 100 g Öl, also maximal 1 %, nicht übersteigen.

Natives Olivenöl
Das gepresste, naturreine Öl darf nicht mehr als 2% Fettsäuren aufweisen.

Olivenöl
ist die Klassifikation für einen Verschnitt von raffiniertem, geschmacks- und geruchsneutralem mit nativem Olivenöl. Der Säuregehalt darf höchstens 1,5% betragen.

Olivenöl

Auf den Spuren der Olive

Der Olivenbaum zählt zu den ältesten Kulturpflanzen überhaupt. Er verbreitete sich von Zentralpersien über Ägypten und Phönizien und dann nach Griechenland. Im gesamten östlichen Mittelmeerraum gehörte das grüne Gold zum täglichen Leben aller Völker und war nicht nur Nahrungsmittel, sondern auch ein wichtiger Grundstoff für Heilsalben. Außerdem galt der Olivenölzweig als Symbol für Frieden.

Den Römern ist ein wesentliches Werkzeug zur Olivenölgewinnung zu verdanken: Die Schraubenpresse, wodurch sich der Anbau von Oliven und die Produktion von Öl rasch verbreitete.
Seitdem hat sich nur wenig an der Produktion des Olivenöls geändert. Die Oliven werden zunächst gesäubert und von Blättern und Zweigen befreit. Danach werden die Oliven mitsamt den Kernen in der Schrauben- beziehungsweise Hydraulikpresse zu einem dicken Brei gemahlen. Die Masse wird anschließend auf Flechtmatten verteilt, damit das Öl abfließen kann. Die dadurch gewonnene rötlich-braune Flüssigkeit wird in einer Zentrifuge vom Olivenpflanzenwasser getrennt. Der Presskuchen findet als Dünger oder Viehfutter Verwendung.

Das Ergebnis der in den Ölmühlen langsam gepressten Oliven ist das "Olio di oliva extra vergine". Bei der Produktion dürfen 30° C nicht überschritten werden, da ansonsten wertvolle Vitamine verloren gehen und das Öl auch an Geschmack verliert. Dieser Vorgang wird als Kaltpressung bezeichnet. Der Säuregehalt darf 1% nicht übersteigen.