Schokolade

Schokolade - Wirkstoffe - Geschichte

Die Schokolade und ihre Wirkstoffe

Wussten Sie, dass die ursprüngliche Bezeichnung der Schokolade "theobroma cacao" übersetzt soviel wie "Nahrung der Götter" bedeutet? Sie enthält aber auch für den Menschen zahlreiche wertvolle Inhaltsstoffe.

Das Geheimnis der Schokolade liegt in ihrem Rohstoff, der Kakaobohne, denn sie enthält ganz besondere Wirkstoffe, die Flavanoide. Diese sind Gerbstoffe, die auch im Wein, im grünen Tee, im Knoblauch und in der Zwiebel enthalten sind. Aggressive Nebenprodukte des Stoffwechsels wirken zellschädigend und wahrscheinlich sogar krebsfördernd auf den Organismus. Diese sogenannten Freie Radikale werden jedoch durch Flavanoide unschädlich gemacht. Weiters kam eine amerikanische Studie zur Erkenntnis, dass diese Substanz als Schutz vor Herzinfarkten einen wertvollen Beitrag leisten. Denn sie verhindert einerseits Ablagerungen im Blut, wie etwa gefäßschädigendes Cholesterin an den Wänden der Arterien und andererseits die Verklumpung von Blutplättchen.

Der höchste Gehalt an Wirkstoffen befindet sich im puren Kakaopulver und in der Bitterschokolade. Diese beinhalten auch nach dem Verarbeitungsprozess viele der ursprünglichen Wirkstoffe der Kakaobohne.

Das verführerische Geheimnis der Schokolade
Kennen Sie den Film "Chocolat" mit Juliette Binoche? Da betören die sinnlichen Schokolade-Kreationen einer jungen Frau ein ganzes Dorf, entfachen sinnliche Momente und erwecken liebesmüde Männer zu neuem Leben.

Schokolade ist Erotik pur. Schon der berühmte Liebhaber Giacomo Casanova wusste um die Kraft der süßen Verführung Bescheid. Für das nötige Durchhaltevermögen bei seinen amourösen Abenteuern und um die Dame seines Herzens milde zu stimmen griff er gerne auf heiße Schokolade zurück. Kein Wunder also, dass er die süße Verführung als Aphrodisiakum bezeichnete. Die Kirche wiederum verdammte das köstliche Stück vom Glück als Teufelszeug und verbat Mönchen sogar seinen Genuss.

Das Geheimnis liegt in der anregenden und stimulierenden Wirkung der Schokolade. Durch den Verzehr wird das im Körper vorhandene Phenylethylamin, eine Substanz, die freigesetzt wird, wenn wir verliebt sind, erhöht. Dieser Stoff wirkt durchblutungsfördernd, stimulierend und aufputschend. Weiters beinhaltet sie Theobromin, ein dem Koffein ähnlicher Stoff. Dieses fördert die Leistungsfähigkeit und regt den Kreislauf an. Die Schokolade als kleiner Sündenfall bereitet somit den Körper auf Aktivität vor.

Kakao - ein wahres Göttergeschenk
Es gilt als sicher, daß Kakao bereits ein Jahrtausend vor der Entdeckung Amerikas durch die Europäer den Eingeborenen als Nahrungs- und Genußmittel bekannt war.
Als Geschenk von "Quetzalcoatl" - dem gefiederten Gott des Windes - angesehen, waren Kakaobohnen bei den Tolteken hochgeschätzt. Azteken, die im 12. Jahrhundert die Tolteken unterwarfen, übernahmen gern deren Kakao-Kultur und benutzten die Samenkerne der Kakaofrucht sogar als Zahlungsmittel.
Da Kolumbus bei seiner Landung in Mittelamerika 1502 wenig Interesse am Kakao gezeigt hatte, blieb es Hernando Cortez vorbehalten, nach der Eroberung des Aztekenreiches bei seiner Rückkehr nach Europa den ersten Kakao mitzubringen.
Die ungesüßten Kakaozubereitungen der Azteken mochten den Europäern jedoch nicht so recht munden, entsprach doch ihr Geschmack recht treffend ihrem aztekischen Namen "xocoatl", der aus xococ (= sauer, herb, würzig) und atl (= Wasser) zusammensetzt.
Erst nach Zugabe von Honig oder Rohrzucker begann der Siegeszug der Kakaoerzeugnisse in alle Welt. Und aus dem aztekischen xocoatl wurde mit der Zeit Schokolade.

Lange wurde Schokolade als Dickmacher und Zahnzerstörer verdammt. Inzwischen sieht man auch die positiven Seiten. Neben gesunden Vitaminen und Mineralien enthält Schokolade fünf Stoffe welche die Psyche positiv beeinflussen:
Zucker und Kakaobutter heben den Serotoninspiegel im Gehirn. Kakao steuert anregendes Koffein bei. Während des Fermentierens der Bohnen bildet sich die Liebes-Chemikalie Phenylethylamin, die den Organismus auch beim Verlieben durchflutet. Und sogar das Milcheiweiss tut Schokoladefans gut. Es enthält so genannte Exorphine, die schmerzlindernd wirken.
Für viele ist sie ein unverzichtbarer Genuss. Ob als kleine Belohnung, als Tröster oder einfach nur so.
Rezepte zur Schokolade finden Sie hier -> Schokolade - Rezepte <-